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Instabilität im DRUG

Das distale Radioulnargelenk ist die körperferne Verbindung zwischen Elle und Speiche in Höhe des Handgelenks. Dieses Gelenk muß unversehrt sein, da sonst die Unterarmdrehung nicht funktioniert. Bedingt durch Verletzungen kommt es hier aber immer wieder zu Bandverletzungen aus denen eine Instabilität resultiert. Die Patienten bemerken neben Schmerzen häufig eine Einschränkung der Unterarmdrehung, sowie ein hervorspringen des Ellenkopf nach streckseitig.

Weiterhin stellt die Instabilität im DRUG eine diagnostische Herausforderung dar. Von der Vielzahl klinischer und radiologischer Verfahren ist keines perfekt. Die Verdachtsdiagnose wird durch die klinische Untersuchung im Seitenvergleich, die aber viel Erfahrung und ein langes Training erfordert, erhärtet. Das Ulna-Fovea-Zeichen, der dorso-palmare-stress-Test und der Press-Test zeigen von allen Untersuchungen die besten Ergebnisse.

Die klinische Untersuchung ist in der folgenden Arbeit sehr gut erläutert:

Klinische Verfahren zur Instabilität

Von den radiologischen Verfahren ist nach dem Nativ-Röntgen mit exakter Einstellung die CT massgeblich.

Eine Übersicht über alle Verfahren mit einer kritischen Bewertung, sowohl der klinischen als auch radiologischen Untersuchungen findet sich hier:

Spies et.al
Die Instabilität des distalen Radioulnargelenks – Zur Wertigkeit klinischer und röntgenologischer Testverfahren – eine Literaturübersicht
Handchir Mikrochir plast Chir 2014; 46(03): 137-150

Wertigkeit klinischer und radiologischer Verfahren

Die transarthroskopische Therapie der instabilen Elle ist problematisch und führt häufig zu Mißerfolgen.

Die Operation nach Adams mit Sehnentransplantaten ist sehr aufwändig erfordert große operative Zugänge und ist aus meiner Sicht daher nur speziellen Fällen vorbehalten.

Unsere Erfahrungen mit der anatomischen Rezitation haben wir hier veröffentlicht:

Transossäre anatomische Refixation der tiefen und oberflächlichen Fasern der radioulnaren Ligamente